Projektübersicht

Fakten zum NeuConnect-Interkonnektor

Das über 720 km lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskabel (HGÜ-Kabel) hat eine Kapazität von bis zu 1,4 GW und verläuft durch den Ärmelkanal, entlang der niederländischen Küste. Auf der Strecke vom Anlandepunkt in der Jade bis zum Umspannwerk Fedderwarden wird die Leitung als Erdkabel geführt.

Die erstmalige Verbindung zweier der größten europäischen Energiemärkte wird zu einer widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Stromversorgung in Deutschland und Großbritannien führen. Gleichzeitig wird damit der Ausbau der Windenergie in Deutschland unterstützt.

 

Funktion von Interkonnektoren

Interkonnektoren sind Stromleitungen, die Verbindungen zwischen Energienetzen verschiedener Länderschaffen. Auf diese Weise tragen sie zu einer sicheren und verlässlichen Stromversorgung bei. Viele Länder, darunter Großbritannien und Deutschland, haben zur Integration der Energiemärkte in Europa einen Bedarf an solchen Verbindungsleitungen. Interkonnektoren erhöhen auf diese Weise den Wettbewerb und die Versorgungssicherheit und können einen Beitrag für günstige Strompreise für Unternehmen und Verbraucher leisten.

Warum wird NeuConnect benötigt?

Der NeuConnect Interkonnektor verbessert mit der Verbindung zweier großer Elektrizitätsmärkte Europas die Versorgungssicherheit in Deutschland und Großbritannien langfristig.

Gleichermaßen treibt er Integration und Ausbau der erneuerbaren Energien voran – aufgrund der starken Schwankungen in der Einspeisung eine der großen Herausforderungen der Energiewende. Der NeuConnect Interkonnektor trägt dabei deutlich zu einer Stabilisierung der Übertragungsnetze bei.

 

Routenverlauf des Interkonnektors

Das Seekabel verläuft zwischen dem geplanten Umspannwerk auf der Isle of Grain in der Grafschaft Kent in der Nähe von London, und dem Umspannwerk Fedderwarden in Wilhelmshaven (Niedersachsen).

Vom niederländischen Sektor kommend, verläuft die Seetrasse zunächst auf einer Länge von ca. 90 km durch die deutsche AWZ (Ausschließliche Wirtschaftszone) der Nordsee. Danach erstreckt sie sich ca. 90 km durch das deutsche Küstenmeer bis zum präferierten Anlandungspunkt über die Jade bei Hooksiel. In der Nordsee als Seeleitung und auf deutscher Landseite als Erdleitung geplant, verbinden die über 720 km langen Kabel den englischen und deutschen Energiemarkt somit erstmalig